Hörspiele im Radio

Hörspiele

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Wonder Valley (2/2) Nach dem gleichnamigen Roman von Ivy Pochoda Übersetzung aus dem Amerikanischen: Sabine Roth und Rudolf Hermstein Bearbeitung und Regie: Matthias Kapohl Mit Ole Lagerpusch, Emma Bading, Oscar Hoppe, Leon Blaschke, Tilo Werner, Angelika Richter, Marion Gretchen Schmitz, Hannah Dalmeyer, Robert Gallinowski, Lars Rudolph, Stefan Haschke, Bettina Stucky, Merlin Sandmeyer u.v.a. NDR 2022, Ursendung Wer und wo ist der nackte Mann, der in der morgendlichen Rushhour die freeways von LA entlanggejoggt ist. Wieso flieht ein Anwalt, der ihn gar nicht persönlich kennt, aus seinem komfortablen Leben, bloß um ihn zu finden? Weshalb ist die junge Aussteigerin hinter ihm her? Und was will der junge Mann von ihm, der in den Drogen-Slums nach seiner Mutter fahndet? Ivy Pochoda zeichnet ein schonungsloses Bild der amerikanischen Gesellschaft. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um den Glamour der Vororte oder den Dreck und Gestank der Elendsviertel handelt. anschließend: Klassische Musik 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Stark & Bremer Nichts als die Wahrheit (1/2) Von Anne Chaplet Mit Gert Heidenreich, Krista Posch, Stephan Bissmeier, Axel Milberg, Ernst Jacobi und anderen Komposition: Pierre Oser Bearbeitung und Regie: Walter Adler BR 2005 Anne Buraus Rückkehr in die große Politik vollzieht sich unschön und rätselhaft. Warum ist Alexander Bunge, für den Anne Burau als "Nachrückerin" in den Bundestag einzieht, vom Turm der Frankfurter Nikolaikirche gefallen? Ist er gesprungen oder hat ihn jemand gestoßen? Was hat der Journalist Peter Zettel, ein alter Bekannter von Anne Burau, vom Berliner Journal mit der Sache zu tun? Im Journal hatte wenige Wochen zuvor jener Artikel gestanden, der Bunge als Päderasten outete. Grund genug für die Frankfurter Staatsanwältin Karen Stark, die an einen Selbstmord glaubt. Nicht für ihren jungen Kollegen Wenzel, der Bunge mehr als nur freundschaftlich verbunden war.

Mittwoch 21:00 Uhr NDR 90,3

Plattdeutsches Hörspiel

Afschaten Niederdeutsche Komödie von Gerhard Bohde Ulla Hinrichs: Inke Bossen Heinz Poppe: Broder Arfsten Thomas Schiestl: Newton Bohn Meike Meiners: Svenja Antje Schröder: Svea Gerlind Rosenbusch: Swantje Hans Rolf Radula: Simon Rickleffsen Jens Ehlers: Dagobert Siebelsing Ingrid Ebel: Dora Stump u.v.a. Regie: Hans-Jürgen Ott RB/NDR 1985 Die Töchter des wohlhabenden Landwirts Rickleffsen verdrehen der Männerwelt auf der Insel Föhr den Kopf, zumal allzu häufige Treffen zwischen zwei Flirtenden nicht unbemerkt bleiben müssen: Trifft sich ein Verehrer aus einem anderen Dorf nach Sonnenuntergang nur einmal zu oft bei seiner Liebsten zum "Koffern", könnte ihm ein "Ütjschiten" blühen, bei dem lärmende und in die Luft schießende "Hualewjonken" ihn vor eine zukunftsverändernde Wahl stellen. Die für die Insulaner gängigen Begriffe ihres Brauchtums sind für den neu hinzugezogenen Tierarzt ein Buch mit sieben Siegeln. Doch ehe er sich´s versieht, ist er selbst Protagonist dieser Tradition, denn die jüngste Tochter Svenja hat ein Auge auf den Neuankömmling geworfen und weiß äußerst klug an den Fäden einer leicht verwickelten Handlung zu ziehen... Der Autor Gerhard Bohde (geboren 1921 in Wyk auf Föhr, gestorben 2010 in Wildeshausen) brach mit 15 seine Lehre ab und fuhr zur See. Nach dem Krieg wurde er zunächst Kaufmann und dann Soldat, aber aus den frühen Erfahrungen der Seefahrts-Zeit schöpft er den Stoff für seine Autorentätigkeit, die er erst 1967 begann. Außer zahlreichen Hörspielen hat er auch Stücke für das Ohnsorg-Theater und ein Buch über seine Jugend auf See geschrieben. 21:00 - 21:05 Uhr NDR 90,3 Nachrichten für Hamburg

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Die Freuden und die Leiden des jungen P.

Der Theatermacher Ulrich Plenzdorf und sein Held Held Edgar Wibeau Von Tobias Barth Am 18. Mai 1972 gelangte "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf am Landestheater Halle zur Uraufführung. Das Stück um Liebe, Scheitern und Tod eines rebellischen Jugendlichen löste Begeisterungsstürme aus. Wie kein zweites schien es geeignet, ein Schlaglicht auf das Spannungsfeld von Kunst und Politik in der DDR zu werfen und avancierte in kurzer Zeit zum meistgespielten Theaterstück auf ostdeutschen Bühnen. Der Szenarist Plenzdorf hatte den Text ursprünglich (1969) als Filmszenario angelegt, und so waren Theater- und Prosafassung eigentlich nur Vehikel, die den Film gegen die Politbürokratie durchsetzen sollten. Aus politischen Gründen durfte Plenzdorfs Werk nicht von der DEFA verfilmt werden. Die Debatten um das Stück arteten in einen regelrechten "Kulturkampf" aus. Das Feature lässt Zeitzeugen zu Wort kommen: Zuschauer und Akteure der Hallenser Uraufführung. Zitate aus der Akademie-Debatte und Leserbriefe aus "Sinn und Form" liefern den authentischen Hintergrund, der durch Recherchen in Akten des Bundesarchivs und der Birthler-Behörde ergänzt wird. Und natürlich wird Ulrich Plenzdorf zu hören sein und Ausschnitte aus seinem Text, der nach 30 Jahren noch immer frisch wirkt und durch seine wunderbare Leichtigkeit besticht. Tobias Barth wurde 1970 in Halle (Saale) geboren, arbeitete nach dem Abitur als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 publizistische Tätigkeit überwiegend für die ARD als Autor, Feature- Redakteur und Regisseur. Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2002 Mitwirkende: Andrea Solter Jürgen Holtz Matthias Hummitzsch Dieter Mann (52 Min.)

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Das Schweigen entziffern Von Regina Dürig und Christian Müller Regie: die Autorin und der Autor Mit: Regina Dürig, Peter Kner, Cathrin Störmer, Daniel Mezger, Nikola Weisse Komposition: Christian Müller Ton: Basil Kneubühler Produktion: SRF 2020 Länge: 54"12 Die amerikanische Altphilologin Alice Kober (1906-1950) arbeitete an der Entzifferung der "Linearschrift B" der mykenischen Kultur Griechenlands. Die Autorin begibt sich auf die Spuren der Wissenschaftlerin. Im Jahr 1900 werden auf der Insel Kreta Tontäfelchen mit unbekannten Schriftzeichen aus der Bronzezeit gefunden. 30 Jahre später beschließt die amerikanische Altphilologin Alice Kober, das Rätsel um die "Linearschrift B" endlich zu lösen. "Vielleicht werden wir herausfinden, ob König Minos ein Mann war oder eine Frau. Vielleicht werden wir aber auch nur erfahren, dass Herr X Herrn Y einhundert Kühe geliefert hat, am 10. Juni 1400 v. Chr.", notiert Alice Kober 1946. Durch ihre richtungsweisende Methode wurde sie zur weltweit anerkannten Expertin für die Linearschrift B, trotzdem ist sie heute so gut wie vergessen. Regina Dürig macht sich auf die Suche und findet neben 200.000 Karteikarten Zugang in eine andere Zeit, eine andere Welt. Regina Dürig, geboren 1982 in Mannheim, Autorin, Performerin und Dozentin. Sie schreibt Miniaturen, Kurzgeschichten, Hörspiele, Kinderbücher, Jugendromane. Zusammenarbeit im Stories Sounds-Duo "Butterland" mit Christian Müller und bei "Bach/Dürig" mit der Berliner Künstlerin Patrizia Bach. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt sie 2015 den Peter-Ha¨rtling-Preis, 2011 den Literaturpreis Wartholz und 2021 den Literaturpreis des Kantons Bern. Ihre Bu¨cher waren fu¨r den Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis und den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Regina Dürig lebt in Biel, Schweiz. Christian Müller, geboren 1971, Komponist und Klarinettist. Er komponiert für Theater, Tanz und Performance. Als elektroakustischer Bassklarinettist arbeitet er insbesondere im Duo "Strøm" mit Gaudenz Badrutt und im Duo "Butterland" mit Regina Dürig. Er schuf zahlreiche Klanginstallationen und audiovisuelle Arbeiten, u.a. für die Transmediale Berlin. Christian Müller lebt in Biel, Schweiz. Poetische Hörspiel-Doku: Eine vergessene Forscherin Das Schweigen entziffern

Dienstag Donnerstag