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Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Koscher und halal Speisevorschriften in Judentum und Islam Gastrosophie Eine Philosophie des Essens Das Kalenderblatt 18.5.1951 Erste Tetra-Paks für Milch werden vorgestellt Von Susanne Hofmann . Koscher und halal - Speisevorschriften in Judentum und Islam Autor: Johannes Marchl / Regie: Martin Trauner Viele kennen die Redewendung, nach der einem etwas "nicht koscher vorkommt". Aber was genau ist eigentlich "koscher", was ist "halal"? Mit "koscher" und "halal" werden bei Juden und Muslimen Lebensmittel bezeichnet, die "rein" sind und somit verzehrt werden dürfen. Allerdings haben beide Begriffe nur sehr entfernt etwas mit Hygiene zu tun. Es geht vielmehr um religiöse Vorschriften, die weit ins tägliche Leben hineinreichen, viel weiter, als nur zu regeln, was gegessen wird und wovon die Gläubigen die Finger zu lassen haben. Sie bilden ein zwingendes Ordnungssystem, das sowohl identitätsstiftend ist für die Menschen der eigenen Religion, als auch abgrenzend zu den anderen. Essensvorschriften, die eigen sind und schwierig. Die das Schächten von Tieren beinhalten, aber auch welche Tiere überhaupt gegessen werden dürfen. Und dass das Schwein bei beiden Religionen weder als koscher noch als halal gilt, ist nur die Spitze des Essens-Regeln-Eisbergs. Gastrosophie - eine Philosophie des Essens Autor: Michael Reitz / Regie: Sabine Kienhöfer Eine große Anzahl von Philosophen machte sich Gedanken über die Bedeutung des Essens, seine Auswirkungen auf unser Denken, sowie die Verbindung von Nahrungsaufnahme und philosophischen Disziplinen. Der antike Denker Epikur unterrichtete in einem Gemüsegarten, Platons berühmtester Dialog heißt "Gastmahl", Immanuel Kant sinnierte über eine Kritik des Schmeckens und Essens, das Denken Nietzsches ist oftmals durch die Bezugnahme auf unsere Nahrungsgewohnheiten geprägt. Berühmt geworden ist in diesem Zusammenhang das Zitat Ludwig Feuerbachs "Der Mensch ist, was er isst." In der modernen Philosophie hat sich dafür der Begriff "Gastrosophie" etabliert. Hier geht es um die Philosophie des Essens, hauptsächlich seine Ethik und Ästhetik. Und die zahlreichen Publikationen der letzten zehn Jahre zeigen, dass sich das Thema immer größerer Beliebtheit erfreut. Erstsendung 10. April 2019 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Droge Macht Wenn Menschen nach oben kommen Ohnmachtsgefühle In der Falle der Selbst-Blockade Das Kalenderblatt 18.5.1951 Erste Tetra-Paks für Milch werden vorgestellt Von Susanne Hofmann . Droge Macht - Wenn Menschen nach oben kommen Autorin: Ariane Stolterfoht / Regie: Frank Halbach Nichts ist schöner, als Macht zu erhalten - die Möglichkeit, die eigenen Vorstellungen und Präferenzen umzusetzen. Und wie herrlich sind die Privilegien, die die Macht mit sich bringt! Aufmerksamkeit, Anerkennung, Schonung vor Kritik und Unbill, bevorzugte Behandlung, manchmal Glamour und Ruhm, hilfreiche Netzwerke, oft auch materielle Nettigkeiten: hohe Gehälter, Dienstwägen, Statussymbole, gutes Essen, elegante Hotels. Und Sexappeal! Macht berauscht. Und sie macht süchtig. Ariane Stolterfoht geht in diesem Feature der Frage nach, was mit Menschen geschieht - insbesondere im Gehirn - wenn sie sich ermächtigt fühlen. Gibt es da Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Und wie ergeht es einem, der erst Großkonzerne lenken durfte und dann alles verlor? Ohnmachtsgefühle - in der Falle der Selbst-Blockade Autorin: Prisca Straub / Regie: Eva Demmelhuber Ohnmacht ist ein außerordentlich mächtiges Gefühl - obwohl es mit dem Verlust von Macht zu tun hat. Genauer gesagt: mit dem Verlust von Selbst-Mächtigkeit. Selbstmächtig ist, wer das Gefühl hat, sein Leben mitgestalten zu können. Ohnmacht ist das Gegenteil davon: Ich fühle mich hilflos. Mächten und Kräften ausgesetzt, über die ich keine Kontrolle habe. Ohnmacht kann bitter machen, dauerhaft krank und depressiv. Personen, deren Selbstwertgefühl sich besonders stark auf sichtbare und messbare Leistungen gründet, erfahren den Verlust von äußerer Bestätigung häufig als ganz besonders leidvoll, wenn scheinbare Daseinsberechtigungen plötzlich wegfallen - sei es der Erfolg im Job, das gut gefüllte Bankkonto, die Vorzeigefamilie. Umgekehrt verfügen diejenigen über einen wirksamen Schutz, die positive Erfahrungen damit gemacht haben, das Leben nach eigenen Vorstellungen mitzugestalten und auszufüllen. BR 2016 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Susanne Poelchau

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Der Krieg und ich Tagebuch aus der Ukraine Von Inga Lizengevic Regie: die Autorin Produktion: rbb 2022, in Zusammenarbeit mit Mitya Churikov, rbbKultur Fernsehen Ursendung Wie leben Künstler*innen in der Ukraine mit dem Krieg? Wie schützen sie sich? Wie helfen sie anderen Menschen? Wovor haben sie am meisten Angst? Welche Rolle spielt ihre Kunst in diesen, wie sie selbst sagen, schrecklichsten Wochen ihres Lebens? Zwei bildende Künstler*innen, ein Musiker und eine Kuratorin aus Lviv, Kyjiw und Dnipro schildern seit Kriegsbeginn ihren Alltag, ihre Eindrücke und Gedanken.

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die Smart-Story Wie ein visionäres Verkehrskonzept zum normalen Kleinwagen geschrumpft wurde Von Florian Felix Weyh Fast zwei Millionen Mal wurde der zweisitzige Smart gebaut, nun läuft die Fertigung aus. Branchenkenner sagen, das Auto habe nie Gewinn abgeworfen. Was möglicherweise daran liegt, dass es nicht zu dem geworden ist, was es hätte sein sollen: die Verkörperung einer Verkehrswende in den Innenstädten. Seit Jahrzehnten finden die allermeisten Autofahrten im Nahbereich mit weniger als zwei Passagieren statt. Ein elektrischer Kleinwagen mit geringem Platzbedarf könnte diese Bedürfnisse vernünftig bedienen. Als "Swatch-Auto" wurde die Idee vom Uhrenunternehmer Nicholas Hayek Anfang der 1990er-Jahre vorangetrieben. Doch die Wurzeln des Smart reichen bis in die 1970er-Jahre zurück, als der Ingenieur und Designer Johann Tomforde den Ur-Smart projektierte. Die verschlungene Technik- und Wirtschaftsgeschichte des Smart illustriert, wie visionäre Entwicklungen an kurzfristigen Konzerninteressen scheitern. Oder sie kommen zu früh: Erst ab 2020 wurde der Zweisitzer ausschließlich elektrisch angeboten. Nach Ende des Benzinmodells ist damit nun auch Schluss. Der Nachfolger wird ein SUV sein.

Mittwoch 21:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Du sollst nicht... - Wie die 10 Gebote unser Leben bestimmen

Wie ist es, bei den Zeugen Jehovas aufzuwachsen und sie zu verlassen? Die aktuelle Miss Sachsen Sophie Jones berichtet davon, wie schwer der Bruch mit ihrer Familie war. Welche Bedeutung das Gebot noch heute hat, ist auch Thema im Gespräch mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke und der Theologin Margot Käßmann. Das kleine Hörspiel in dieser Folge dreht sich um den Mathematiker und Astronom Johannes Kepler, der seine Mutter bei einem Hexen-Prozess verteidigte. Diese Prozesse endeten selten gut für die Frauen.

Mittwoch 21:00 Uhr Radio Blau

Zonic Radio Show

Die hör-mediale Erweiterung der Kulturerscheinung Zonic. Thematisch frei zwischen Musik, Literatur und Kunst changierend, gibt es von tieftauchenden popkulturellen Features über experimentelle Klangstücke oder Sound & Poetry-Mixe bis zum Hangeln durch den News-Jungle eines extrem offenen musikalischen Spektrums alles zu hören, was potentielle Relevanz im stetig sich ausbreitenden Zonic-Kosmos hat; und über dessen Rand hinaus! Wort- & Musikauswahl: Alexander Pehlemann

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

Die Freuden und die Leiden des jungen P.

Der Theatermacher Ulrich Plenzdorf und sein Held Held Edgar Wibeau Von Tobias Barth Am 18. Mai 1972 gelangte "Die neuen Leiden des jungen W." von Ulrich Plenzdorf am Landestheater Halle zur Uraufführung. Das Stück um Liebe, Scheitern und Tod eines rebellischen Jugendlichen löste Begeisterungsstürme aus. Wie kein zweites schien es geeignet, ein Schlaglicht auf das Spannungsfeld von Kunst und Politik in der DDR zu werfen und avancierte in kurzer Zeit zum meistgespielten Theaterstück auf ostdeutschen Bühnen. Der Szenarist Plenzdorf hatte den Text ursprünglich (1969) als Filmszenario angelegt, und so waren Theater- und Prosafassung eigentlich nur Vehikel, die den Film gegen die Politbürokratie durchsetzen sollten. Aus politischen Gründen durfte Plenzdorfs Werk nicht von der DEFA verfilmt werden. Die Debatten um das Stück arteten in einen regelrechten "Kulturkampf" aus. Das Feature lässt Zeitzeugen zu Wort kommen: Zuschauer und Akteure der Hallenser Uraufführung. Zitate aus der Akademie-Debatte und Leserbriefe aus "Sinn und Form" liefern den authentischen Hintergrund, der durch Recherchen in Akten des Bundesarchivs und der Birthler-Behörde ergänzt wird. Und natürlich wird Ulrich Plenzdorf zu hören sein und Ausschnitte aus seinem Text, der nach 30 Jahren noch immer frisch wirkt und durch seine wunderbare Leichtigkeit besticht. Tobias Barth wurde 1970 in Halle (Saale) geboren, arbeitete nach dem Abitur als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 publizistische Tätigkeit überwiegend für die ARD als Autor, Feature- Redakteur und Regisseur. Regie: Wolfgang Rindfleisch Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2002 Mitwirkende: Andrea Solter Jürgen Holtz Matthias Hummitzsch Dieter Mann (52 Min.)

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Frankfurter Jazzstipendium Bits, Bytes und Bass | Der Bassist und Informatiker Ivan Habernal ist Preisträger des Frankfurter Jazzstipendiums 2021

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